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©2005 G. Höfer

Aktualisiert am
11.06.2005

 

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Der Sportpark im Visier

Die angehenden Gesundheits- und Fitnesskaufleute
bei ihrem Besuch im Sportpark. Tina Simons, Lehrerin (r.)
und Uli Ziegenbein, Geschäftsführer (2.v.r.)

Schüler der BBS Ahrweiler als "Unternehmensberater" in Aktion

Bad Neuenahr, Andernach. Betriebswirtschaftlehre-Unterricht einmal anders. Getreu diesem Motto betätigten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse "Gesundheits- und Fitnesskaufleute 04" (GFK 04) der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler im Rahmen des lernortübergreifenden Projektes "Der Sportpark im Visier" als "Unternehmensberater". Begleitet von Tina Simons, Studienreferendarin für das Lehramt an Berufsbildenden Schulen sollten innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten (Februar bis Mai 2005) unterschiedliche Unternehmens - Beratungskonzepte für den Sportpark Weißenthurm von den Schülern erstellt und abschließend präsentiert werden.
Nachdem Herr Ziegenbein, der Geschäftsführer des Sportparks, die Schüler in einem sog. Briefing über mögliche Beratungsaspekte informiert hatte, bildeten die Schülerinnen und Schüler der Klasse drei "Unternehmensberatungsagenturen", deren Aufgabe es war in Konkurrenz zueinander ein jeweils eigenes Beratungskonzept zu erstellen.
Dabei galt es in einem ersten Projektschritt, selbstständig Informationen zu den gewählten Beratungsschwerpunkten (z.B. Erstellung eines neuen Marketingkonzeptes; Möglichkeiten der Zertifizierung eines Fitness-Studios; Analyse des vorhandenen Sportangebots und dessen Auslastung) zu sammeln und aufzuarbeiten.
Die dabei gewonnen Erkenntnisse bildeten gleichsam das Fundament für die am 18. März erfolgende Ortsbesichtigung, bei der die aktuellen Gegebenheiten des Sportparks einer tiefergehenden Analyse unterzogen werden sollten. Nach einem herzlichen Empfang nebst Frühstücksbuffet, ermöglichte Geschäftsführer Ziegenbein den Schülerinnen und Schülern einen einmaligen "Blick hinter die Kulissen". Über mehrere Stunden begleitete er sie durch den Sportpark, stellte die unterschiedlichen Einrichtungen vor und stand Rede und Antwort. "Auf diese Weise", so ein Schüler, "wurde uns noch einmal vor Augen geführt, dass unser Projekt von allen Beteiligten mit Engagement und Ernsthaftigkeit getragen wird." Die Aussagen Ziegenbeins bestätigen diese Einschätzung: "Ich war äußerst positiv überrascht. Die Schüler zeigten sich gut vorbereitet und waren mit großem Interesse bei der Sache."
Im weiteren Verlauf der Projektarbeit entwickelten die drei Unternehmensberatungsagenturen "Stop! 5 for Top", "Future Breeze" und "Fresh up" im Unterricht ihre individuell auf den Sportpark zugeschnittenen Beratungskonzepte.
Deren Präsentation am 27. April 2005 erwies sich dann auch als der erhoffte Erfolg. Die von den "Beratungsagenturen" entwickelten Vorschläge zur "Fort- und Weiterentwicklung des Sportparks" stießen bei allen Verantwortlichen auf große Resonanz. Auch die Geschäftsführung zeigte sich nicht wenig beeindruckt und bekundete großes Interesse an der baldigen Umsetzung des einen oder anderen Vorschlags. Besonders für die gute und intensive Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern fand Ziegenbein lobende Worte. "Ich finde es sehr gut, dass die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit erhalten, im Rahmen des Berufsschulunterrichts in die Praxis zu gehen und Gelerntes dort praktisch umzusetzen. Ich habe den Eindruck, dass die Inhalte, mit denen sich die Schüler in der Berufsschule beschäftigen, sehr wirklichkeitsnah und für die Arbeit in den Ausbildungsbetrieben sehr nützlich sind.", so Ziegenbein.
Ein vergleichbares Echo findet das Projekt auch bei den Schülern: "Meiner Meinung nach war das Projekt eine tolle Chance, selbstständiger arbeiten zu lernen", so Anja Herbel, eine Schülerin der Klasse. "Es ist sehr motivierend zu wissen, dass gute Vorschläge auch in die Tat umgesetzt werden", ergänzt ein Mitschüler und zeigt sich begeistert von der gemeinsamen Projektarbeit.
So wundert es nicht, dass die Klasse GFK 04 die Einladung des Sportparks Weißenthurm zu einer erneuten Besichtigung im nächsten Jahr schon jetzt angenommen hat. Schließlich ist man gespannt darauf, welche Inhalte und Ideen der unterschiedlichen Beratungskonzepte sich in der zukünftigen Gestaltung des Sportparks wiederfinden werden.

Hildegard Frey, Tina Simons, Michael Sauer-Beus

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