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Der
Sportpark im Visier

Die
angehenden Gesundheits- und Fitnesskaufleute
bei ihrem Besuch im Sportpark. Tina Simons, Lehrerin (r.)
und Uli Ziegenbein, Geschäftsführer (2.v.r.)
Schüler
der BBS Ahrweiler als "Unternehmensberater" in Aktion
Bad
Neuenahr, Andernach. Betriebswirtschaftlehre-Unterricht einmal
anders. Getreu diesem Motto betätigten sich Schülerinnen
und Schüler der Klasse "Gesundheits- und Fitnesskaufleute
04" (GFK 04) der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler
im Rahmen des lernortübergreifenden Projektes "Der Sportpark
im Visier" als "Unternehmensberater". Begleitet
von Tina Simons, Studienreferendarin für das Lehramt an Berufsbildenden
Schulen sollten innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten (Februar
bis Mai 2005) unterschiedliche Unternehmens - Beratungskonzepte
für den Sportpark Weißenthurm von den Schülern
erstellt und abschließend präsentiert werden.
Nachdem Herr Ziegenbein, der Geschäftsführer des Sportparks,
die Schüler in einem sog. Briefing über mögliche
Beratungsaspekte informiert hatte, bildeten die Schülerinnen
und Schüler der Klasse drei "Unternehmensberatungsagenturen",
deren Aufgabe es war in Konkurrenz zueinander ein jeweils eigenes
Beratungskonzept zu erstellen.
Dabei galt es in einem ersten Projektschritt, selbstständig
Informationen zu den gewählten Beratungsschwerpunkten (z.B.
Erstellung eines neuen Marketingkonzeptes; Möglichkeiten
der Zertifizierung eines Fitness-Studios; Analyse des vorhandenen
Sportangebots und dessen Auslastung) zu sammeln und aufzuarbeiten.
Die dabei gewonnen Erkenntnisse bildeten gleichsam das Fundament
für die am 18. März erfolgende Ortsbesichtigung, bei
der die aktuellen Gegebenheiten des Sportparks einer tiefergehenden
Analyse unterzogen werden sollten. Nach einem herzlichen Empfang
nebst Frühstücksbuffet, ermöglichte Geschäftsführer
Ziegenbein den Schülerinnen und Schülern einen einmaligen
"Blick hinter die Kulissen". Über mehrere Stunden
begleitete er sie durch den Sportpark, stellte die unterschiedlichen
Einrichtungen vor und stand Rede und Antwort. "Auf diese
Weise", so ein Schüler, "wurde uns noch einmal
vor Augen geführt, dass unser Projekt von allen Beteiligten
mit Engagement und Ernsthaftigkeit getragen wird." Die Aussagen
Ziegenbeins bestätigen diese Einschätzung: "Ich
war äußerst positiv überrascht. Die Schüler
zeigten sich gut vorbereitet und waren mit großem Interesse
bei der Sache."
Im weiteren Verlauf der Projektarbeit entwickelten die drei Unternehmensberatungsagenturen
"Stop! 5 for Top", "Future Breeze" und "Fresh
up" im Unterricht ihre individuell auf den Sportpark zugeschnittenen
Beratungskonzepte.
Deren Präsentation am 27. April 2005 erwies sich dann auch
als der erhoffte Erfolg. Die von den "Beratungsagenturen"
entwickelten Vorschläge zur "Fort- und Weiterentwicklung
des Sportparks" stießen bei allen Verantwortlichen
auf große Resonanz. Auch die Geschäftsführung
zeigte sich nicht wenig beeindruckt und bekundete großes
Interesse an der baldigen Umsetzung des einen oder anderen Vorschlags.
Besonders für die gute und intensive Zusammenarbeit mit den
Schülerinnen und Schülern fand Ziegenbein lobende Worte.
"Ich finde es sehr gut, dass die Schüler und Schülerinnen
die Möglichkeit erhalten, im Rahmen des Berufsschulunterrichts
in die Praxis zu gehen und Gelerntes dort praktisch umzusetzen.
Ich habe den Eindruck, dass die Inhalte, mit denen sich die Schüler
in der Berufsschule beschäftigen, sehr wirklichkeitsnah und
für die Arbeit in den Ausbildungsbetrieben sehr nützlich
sind.", so Ziegenbein.
Ein vergleichbares Echo findet das Projekt auch bei den Schülern:
"Meiner Meinung nach war das Projekt eine tolle Chance, selbstständiger
arbeiten zu lernen", so Anja Herbel, eine Schülerin
der Klasse. "Es ist sehr motivierend zu wissen, dass gute
Vorschläge auch in die Tat umgesetzt werden", ergänzt
ein Mitschüler und zeigt sich begeistert von der gemeinsamen
Projektarbeit.
So wundert es nicht, dass die Klasse GFK 04 die Einladung des
Sportparks Weißenthurm zu einer erneuten Besichtigung im
nächsten Jahr schon jetzt angenommen hat. Schließlich
ist man gespannt darauf, welche Inhalte und Ideen der unterschiedlichen
Beratungskonzepte sich in der zukünftigen Gestaltung des
Sportparks wiederfinden werden.
Hildegard Frey, Tina Simons, Michael Sauer-Beus
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