KREISSTADT. Die AhrtalSchau öffnet am heutigen Samstag ihre Pforten am Apollinaris-Stadion in Bad Neuen-ahr und bietet bis einschließlich Allerheiligen eine Leistungsbilanz von Unternehmen und Institutionen. Die größte Messe im Kreis Ahrweiler nutzen nicht nur Firmen als Plattform, sondern auch die Polizei, Kommunen, öffentliche Einrichtungen und Selbsthilfegruppen. Beim Rahmenprogramm wirken zudem noch etliche Vereine mit. Zwei Beispiele verdeutlichen die Bandbreite, die die Besucher der Messe erwartet: eine Schülerfirma aus dem Ahrkreis und die Deutsche Bundesbank, die über Falschgeld informiert.
Medienagentur gegründet
Das Schülerunternehmen @hrInStyle ist eine im August 2002 gegründete Medienagentur. Sie besteht aus 19 Schülern der Höheren Berufsfachschule Medien in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Homepages, Flyer und Visitenkarten sind nur ein kleiner Teil ihrer Angebote. Die jungen Leute von der Berufsfachschule der BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler präsentieren ihr Projekt @hrInStyle in der Eventhalle und können den erlernten Unterrichtsstoff so auch praktisch anwenden.
Seit der Firmengründung vor vier Jahren hat sich das Unternehmen mit jedem neuen Team verändert und weiterentwickelt. Das Projekt @hrInStyle ist in drei Abteilungen aufgeteilt worden. Eine der Abteilungen ist das Onlinemagazin, das den Schülern ganz besonders am Herzen liegt und das an Bekanntheitsgrad gewinnen soll. Des Weiteren kann man sich über die anderen Abteilungen (die grafische und die kaufmännische) sowie über die Schulform im Allgemeinen informieren.
Die Unter- und Oberstufe wird den Messebesuchern an diesem Wochenende zur Verfügung stehen. Sie erwartet nicht nur eine Präsentation der Internet-Seite, sondern auch die Möglichkeit, sich vor Ort mit dieser vertraut zu machen.
Die Deutsche Bundesbank klärt in Halle 1 über Euro-Fälschungen auf. Nach der Regel "fühlen, sehen, kippen" können auch Laien Falschgeld erkennen. Bei der Ahrtal-Schau zeigen Experten der Deutschen Bundesbank, wie es geht. Ein Besuch in Halle 1 lohnt sich - schon allein aus Gründen der eigenen Sicherheit.
25 000 falsche Euro-Banknoten haben die Währungshüter im ersten Halbjahr 2006 im deutschen Zahlungsverkehr registriert. Die Schadens-summe liegt bei 1,7 Millionen Euro. Der Anteil des Falschgeldes liegt somit nur im Promillebereich und die Gefahr, "Blüten" in der Geldbörse zu haben, ist relativ gering. "Dennoch wird bei uns Aufklärung großgeschrieben, da die Qualität der Fälschungen immer besser wird." Das sagt Karlheinz Werber. Er gehört zu denjenigen, die auf Messen und anderen Großveranstaltungen aufklären. Der Geldexperte aus der Mainzer Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank ist dieses Mal gemeinsam mit seinem Kollegen Reiner Macht unterwegs, um die Unterscheidungskriterien transparent zu machen.
"Insgesamt wurden bisher verschiedene Fälschungsstufen ausfindig gemacht. Fälschungen der höchsten Qualität sind sehr gut. Wir gehen trotzdem davon aus, dass die Fälscher ständig dazulernen", sagt Karlheinz Werber. Trotz der "Qualitätsverbesserung" bei den Kriminellen sind Euro-Noten so gut wie fälschungssicher, die Unterschiede zwischen "Blüte" und Original sind mit bloßem Auge zu erkennen. Die Mitarbeiter der Bundesbank bemühen sich, auf der ganzen Linie aufzuklären. So gehen die Geldexperten der Bundesbank-Filiale Koblenz quasi "auf Bestellung" in den Groß- oder Einzelhandel und überall dorthin, wo bar bezahlt wird, um die Frauen und Männer an der Kasse zu schulen.
Mehr Parkplätze
Die Ahrtal-Schau öffnet täglich von 10 bis 18 Uhr. Die Messehallen sind diesmal auf der Zirkuswiese aufgebaut. Parkplätze für die Besucher der Ahrtal-Schau sind vor dem Stadion und im Parkdeck an der Felix-Rütten-Straße ausgewiesen. Von den zwei Euro Parkgebühren, die im Parkdeck zu zahlen sind, wird ein Euro bei Eintritt zur AhrtalSchau zurückerstattet. Somit kann für einen Euro den ganzen Tag geparkt werden.
Um während der Veranstaltungstage den Verkehrsfluss in diesem Bereich zu optimieren, wird in der Kreuzstraße ab der Einmündung Apollinaris-straße in Richtung Stadion eine Einbahnstraße eingerichtet. Der Verkehr wird ab der Berufsbildenden Schule über den ausgeschilderten Wirtschaftsweg auf den sogenannten Gummiweg umgeleitet. Von dort ist eine Weiterfahrt in Richtung Bad Neuenahr möglich. Weiterhin wird der Verkehr von der Heerstraße, Bahnübergang Ampelanlage, Richtung Messegelände gelenkt. Ein Abbiegen in die Apollinarisstraße ist nicht möglich. Renate Brog