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Rhein-Zeitung
- Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 27.09.2005, Seite 15.
Sportfest
forderte den Teamgeist
Neun Berufsbildende
Schulen der Region bewiesen im Apollinarisstadion Stehvermögen
- Organisation als Unterrichtsaufgabe
Unterricht
fern jeder Theorie wurde gestern Berufsschülern aus dem ehemaligen
Regierungsbezirk Koblenz im Neuenahrer Apollinarisstadion geboten.
Beim Regionalsportfest der Berufsbildenden Schulen ging es neben
sportlichen Bestleistungen auch um Teamgeist und Stehvermögen.
Im Berufsleben ebenso gefordert wie im Sport.
"Viel
besser als Schule. Hier kann man zeigen, was man drauf hat. Das
macht Spaß", sind sich die beiden 16-jährigen
Schülerinnen Christina Filipow und Marie-Therese Rätzer
von der Berufsfachschule Andernach einig. Seit dem Vormittag haben
sie beim Regionalen Sportfest der berufsbildenden Schulen sportlich
alles gegeben und warten nun beim Team-Wettbewerb auf ihren Einsatz.
Nach Montabaur
2003 und Andernach 2004 hatte sich die Berufsbildende Schule des
Landkreises Ahrweiler (BBS) bereit erklärt, die Ausrichtung
des Regionalen Sportfestes im ehemaligen Regierungsbezirk Koblenz
auszurichten. "Schließlich haben wir in der Gesundheits-
und Fitnessregion mit dem Apollinarisstadion in der Kreisstadt
eine wirklich erstklassige Sportanlage", unterstreicht Michael
Sauer vom BBS-Pressedienst.
Von 24 berufsbildenden
Schulen im nördlichen Rheinland-Pfalz machten neun beim Sportfest
mit und entsandten jeweils eine 18-köpfige Mannschaft aus
neun Mädchen und neun Jungen in die Kreisstadt. Beim diesem
sportlichen Schultag im Stadion in Bad Neuenahr absolvierten alle
Teilnehmer zuerst einen klassischen Einzel-Dreikampf mit Laufen,
Springen und Werfen. Dann ging es in die etwas ungewöhnlichen
Wettbewerbe, bei denen es um Team-Geist, Koordination und Ausdauer
ging. Die 16 Fahrräder samt Helmen für den Koordinations-Wettbewerb
stellte die BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Verfügung, womit
die Teilnehmer aller Schulen die gleichen Chancen hatten. Über
eine schmale Spur fahren und gleichzeitig eine plötzlich
hochgehaltene Nummer lesen, eine Wippe überqueren und danach
einen liegenden Ball auf ein Tor zielen - alles ohne abzusteigen
oder auch nur den Fuß auf den Boden zu stützen. Hört
sich schwierig an, aber die 17-jährige Katharina von der
BBS Lahnstein fand das alles weitaus einfacher als den engen Kreis
im Schotter zu lenken. "Weil ich mich da mit dem Fuß
abstützte, gab es einen Punktabzug", erzählt sie
frustriert.
Eine Schubkarre
voller Medizinbälle durch einen engen Slalom zu bringen,
ist an sich schon schwierig. Wenn aber in einem Zweierteam jeder
eine Seite des Gefährts in Händen hält, muss man
schon gut kooperieren. Im Trage-Staffellauf ging es schließlich
um Ausdauer und Schnelligkeit.
Das Staffelholz
in der Hand musste sich der Läufer erst mal von zwei Teamkollegen
tragen lassen und konnte dann los sprinten. "Wir tragen nicht
die Leichtesten sondern die Schnellsten zum Start", erklärte
das Team aus Mayen seine Strategie.
Olaf Lübke,
Hauptorganisator des Sportfestes, unterrichtet an der BBS des
Landkreises Ahrweiler Sport und BWL. "Die ganze Sache wird
in den Unterricht eingebunden. Unsere Schüler von der Höheren
Berufsfachschule Medien kümmern sich um die Technik, die
Ansage und die Musik. Die angehenden Gesundheits- und Fitnesskaufleute
sind bei der gesamten Organisation von der Erstellung des Zeitplanes
bis zur praktischen Durchführung eingebunden", unterstreicht
er. Für die jugendlichen Teilnehmer ging es bei der Veranstaltung
aber auch um den Wettbewerb. Denn für die ersten drei winkten
Preise und Gutscheine. Mit einem achten Platz in der Gesamtwertung
können die Schüler der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr
immerhin sagen, dass sie dabei gewesen, mit gemacht und ihr Bestes
gegeben haben.
Die Sieger
stellen andere Schulen: Die Ludwig-Erhard-Schule in Neuwied belegte
den ersten Platz beim Regionalen Sportfest, gefolgt von Westerburg
und Montabaur, die punktgleich waren. (gg)
Rhein-Zeitung
- Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 27.09.2005, Seite 15.
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