Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 24.01.2007, Seite 12.

Lehrer können Probleme nicht alleine lösen

Berufsvorbereitung oft letzte Chance für benachteiligte Jugendliche - Um sie kümmern sich zwei Fachkräfte an der BBS

KREISSTADT. Die Schulso-zialarbeit ist ein fester Bestandteil der Berufsbildenden Schule (BBS) Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die beiden sozialpädagogischen Fachkräfte Andrea Garden-Müller und Dorothea Esser-Glagow kümmern sich in erster Linie um Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitungsklassen und der Berufsfachschule I. Die BVJ-Klassen, die einen Teil der zahlreichen BBS-Bildungsangebote darstellen, werden von jungen Frauen und Männern ohne Hauptschulabschluss besucht. Neben schulischen Defiziten zeigen diese Schüler häufig soziale Auffälligkeiten.

Lehrer können diese Probleme nicht alleine lösen. Schulleiter Hans-Werner Rieck: "Die BBS stellt für junge Menschen eine wichtige Weiche auf dem Weg zwischen Schule und Beruf dar. Die Berufsvorbereitung ist oft die letzte Chance zur Eingliederung benachteiligter Jugendlicher." Die Schulsozialarbeit der beiden Fachkräfte verläuft erfolgreich, betont Rieck und hebt die präventive Ausrichtung des Projekts hervor.

Nach einem spezifischen pädagogischen Konzept sollen die benachteiligten Schüler individuell gefördert und zur Berufsreife geführt werden. Die Schulsozialarbeit setzt an verschiedenen Stellen an. Dazu zählen unter anderem die Anleitung zum regelmäßigen Schulbesuch sowie Angebote zum Hinführen an die Berufsreife und zum Berufseinstieg, etwa als Bewerbungstraining, Praktikumsbegleitung oder der Suche nach Lehrstellen.

Der Kreis Ahrweiler unterstützt die Schulsozialarbeit mit 22 000 Euro. Diese Zusage hat Landrat Jürgen Pföhler dem BBS-Team gegeben, darunter Schulleiter Hans-Werner Rieck und Lehrer Hans-Jürgen Stratmann, der zugleich der Vorsitzende des BBS-Fördervereins ist. Das Geld fließt größtenteils als Personalkostenzuschuss an die beiden Fachkräfte des pädagogischen Projekts.  (tf)

Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 24.01.2007, Seite 12.

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