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©2004 G. Höfer

Aktualisiert am
09.01.2005

 

 

 
+++ Ein gemeinsames Projekt der Klassen BVJ 1-2 G und BGM 02 +++



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Seit Dezember 2002 besitzt die BBS eine Hallenkletterwand.

 

Gipfelstürmer an der BBS – Kletterwand in der Turnhalle der BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler wurde offiziell übergeben
An die Decke gehen und Sich abseilen, das Ganze pädagogisch gewollt und unter den wachsamen Augen der eigens geschulten Sportlehrer – die neue Kletterwand der BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler macht´s möglich.

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Vor einem Jahr noch erschien es nicht wenigen als eine fixe Idee, ein nicht zu realisierender Traum enthusiastischer Extremsportler und phantasiebegabter Erlebnispädagogen. Doch der Traum wurde Wirklichkeit: Die Installation einer multifunktional nutzbaren Kletterwand in der Sporthalle der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr–Ahrweiler, die am Mittwoch, dem 04.12.02 unter dem Beifall aller Beteiligten und Sponsoren offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde. Vorausgegangen war ein Jahr intensiver Planungs- und Organisationstätigkeit unter Federführung von Oberstudienrat Walter Zuber und Studiendirektor Gerd Larscheid in Zusammenarbeit mit Büroleiter Heiner Schmickler. Es galt Angebote einzuholen, Experten zu konsultieren, das Plazet der Schulleitung zu gewinnen, Lehrer und Schüler für die Mitarbeit am Projekt „Kletterwand 2002“ zu motivieren und „last but not least“ Sponsoren an Land zu ziehen, welche – den pädagogischen Nutzwert einer Kletterwand erkennend - bereit waren in das Projekt zu investieren. Endlich konnte am 22.10.02 mit der Montage der Wand begonnen werden. Ein aufwendiges Unterfangen, das Dank tatkräftiger Unterstützung durch 16 Schüler des Berufsgrundbildungsjahres Metalltechnik unter ihrem Klassenleiter Guido Höfer innerhalb von nur 10 Tagen realisiert wurde. Im Rahmen des fachpraktischen Unterrichtes montierten die Schüler des BGM 02 sowohl die komplette Unterkonstruktion - die dafür nötigen Balken wurden von der Klasse BVJ 1/2 Holz und ihrem Klassenleiter Harald Jost vorbereitet – als auch die senkrechten Platten in bis zu 7 Metern Höhe! Das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen:

Eine 7 Meter hohe und 14 Meter breite Kletterwand bestehend aus insgesamt 26 Platten, an denen über 1000 (!) Gewindehülsen für die Griffmontage angebracht und weit über 200 Klettergriffe festgeschraubt wurden. Auf über 70 m² Kletterfläche gibt es 13 Routen verschiedener Schwierigkeitsstufen, so dass Anfänger ebenso auf ihre Kosten kommen wie Eiger-Nordwand erprobte Kletterhasen. Für das Stecken der Routen zeichnen sich in Peter Retterath und Peter May ausgewiesene Experten des Deutschen Alpenvereins, Sektion Koblenz verantwortlich.

„Ohne die Unterstützung zahlreicher Sponsoren“, so stellt Schulleiter Hans Rieck jedoch klar, „wäre die Realisierung des Projekts Kletterwand zweifelsohne gescheitert.“ Der Dank der Schule gilt in diesem Zusammenhang dem Verein der Freunde und Förderer der BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler, welcher sich an der Finanzierung beteiligte, Reiner Berg vom Trekkingsausrüster „Basislager“, der Seile und Gurte bezuschusste und in besonderem Maße der Sparkasse Ahrweiler, die durch ihr finanzielles Engagement maßgeblich half die Idee von der schuleigenen Kletterwand zu verwirklichen.

„Es ist uns gelungen“, so Walter Zuber, „alle Beteiligten von unserer Idee zu begeistern und ihnen den Wert dieses ehrgeizigen Projekts zu verdeutlichen.“

Denn so mag sich der geneigte Leser fragen: Was soll eine Kletterwand an einer Berufsbildenden Schule? Lohnt der betriebene Aufwand und wenn schon Schulsport, dann doch bitte in althergebrachter Weise, Leichtathletik, Ballspiele, Badminton. Fragen und kritische Anmerkungen, die Gerd Larscheid, seines Zeichens auch Sportlehrer, wohl zu entkräften weiß:

„Die Möglichkeiten, die eine Kletterwand bietet, decken sich in besonderer Weise mit den gewachsenen praktischen und theoretischen Anforderungen, welche Schüler, Gesellschaft und der duale Partner an Schule im Allgemeinen und Sportunterricht im Besonderen stellen. Schließlich sind Teamfähigkeit, Vertrauen und Disziplin alles andere als ausschmückende Worthülsen, wenn es um das Klettern geht.“

Wer selbst schon einmal geklettert ist, weiß um die besonderen Anreize und Herausforderungen, die dieser Sport bietet: Körperbeherrschung, Konzentration, das ökonomische Haushalten mit den eigenen Kräften und Vertrauen auf denjenigen, der den Kletterer absichert, sind beim Aufstieg ebenso gefragt wie das Los Lassen Können und freihändiges Abseilen auf dem Weg nach unten. „Ohne praktizierte Teamfähigkeit ist Klettern schlichtweg nicht möglich.“, so Walter Zuber.

„Ich habe gar nicht gewusst, wozu ich fähig bin,“ umschreibt ein Schüler aus dem Berufsgrundschuljahr Metall seine Hochgefühle, nachdem er den Gipfle gestürmt und heil und glücklich in den Niederungen der Sporthalle angekommen ist. „Außerdem ist das wirklich mal etwas anderes“, ergänzt ein Mitschüler. „Klettern ist anstrengend macht trotzdem unglaublich Spaß.“

Spaß, in dessen Genuss in den nächsten Jahren noch zahlreiche Schülerinnen und Schüler der BBS Bad Neuenahr–Ahrweiler kommen werden. Getreu dem Motto: Der Berg ruft!

Text: Michael Sauer-Beus

Fotos: Guido Höfer

INFO: bbs-news@bbs-ahrweiler.de

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