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©2005 G. Höfer

Aktualisiert am
08.06.2006

 

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Palliativstation des Remagener Krankenhauses und der Hospizverein stellten sich vor

Dr. Eckehardt Louen und Schwester Regina Ruhs

Dr. Eckehardt Louen und Schwester Regina Ruhs besuchten die Altenpflegemittelstufe der Berufsbildenden Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Einen besonderen und aufschlussreichen Einblick in die Arbeit der 1998 eröffneten Palliativstation des Krankenhauses Maria Stern in Remagen, sowie in das Aufgabengebiet des Hospizvereines Rhein-Ahr e.V. erhielten am Dienstag, den 16. Mai die Schüler der Berufsschulklasse Falt04 der Berufsbildenden Schule des Landkreises Ahrweiler. Eingeladen hatte Frau Peter, deren Zuständigkeitsbereich der religionsgeragogische Teil der Altenpflegeausbildung ist.

Dr. Louen informierte die Schüler bei seinem Besuch über den dahinter stehenden Gedanken und die Wichtigkeit solcher Einrichtungen. Vordergründig geht es um den Wunsch nach bestmöglicher Begleitung und Linderung von körperlichen und seelischen Beschwerden der Betroffenen, aber auch um die Sorgen der Angehörigen. Ziel ist es die Lebensqualität des Patienten unter Erhaltung der Selbständigkeit zu verbessern, um eine Entlassung nach Hause in die gewohnte Umgebung zu ermöglichen. Aufgenommen werden vorwiegend Patienten mit Tumorerkrankungen, wenn belastende körperliche Symptome oder auch psychosoziale Probleme ambulant nicht befriedigend behandelt werden können. Ein Netzwerk von Hospizverein, ambulanten Pflegediensten und Hausärzten unterstützen diesen Gedanken in der Praxis. Das betreuende Team der Palliativstation besteht aus Ärzten, Schwestern, Seelsorgerin, Sozialarbeiterin, Krankengymnastin, Sekretärin und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Räumlichkeiten bieten eine geborgene und individuelle Atmosphäre für Patienten und Angehörige, die auf Wunsch ebenso dort übernachten können. Neben den fünf Patientenzimmern mit sechs Betten verfügt die Palliativstation noch über ein Wohnzimmer mit Kochnische und ein geräumiges Bad.

„Pallium“, lat. für „behüten, beschützen, aufmerksam sein“, soll den Menschen hier ganzheitlich erreichen, also auf körperlicher, psychischer, sozialer und spiritueller Ebene,“ so Dr. Louen. An erster Stelle steht die Selbstbestimmung des Patienten, sowie das Ausloten von Grenzen der Behandlung („darf alles gemacht werden, was möglich ist?“). Wichtig im Umgang mit den Betroffenen sind die Wahrhaftigkeit in der Kommunikation, das Zuhören und die Wertschätzung des Menschen im Leben, im Sterben und danach. Kompetenz gewährleistet eine exzellente Symptomkontrolle. „Die Menschen sind uns wichtig, wir wollen für sie sorgen“, so Dr. Louen. Das Angebot wird von den Krankenkassen getragen.

Mit einem Einblick in die Statistik von Palliativ- und Hospizbewegung erläuterte er die Entwicklung der letzten 20 Jahre. Man sei auf einem guten Weg, der aber fortgesetzt werden müsse, so Dr. Louen.

Anhand von Bildern aus dem Alltag der Remagener Palliativstation, vermittelten er, sowie Schwester Regina Ruhs den Schülern einen Einblick in den Umgang mit Schmerzpatienten und die dahinter stehenden positiven Aspekte.

Der hiesige Hospizverein wird getragen von Spenden und Mitgliedsbeiträgen, sowie der Unterstützung der Krankenkassen und ist unabhängig von Besitz und Religion.. Drei hauptamtliche Krankenschwestern sowie 39 ehrenamtliche Begleiter sorgen für eine qualifizierte Begleitung des Patienten sowie der Angehörigen in der eigenen häuslichen Umgebung.

Schwester Regina Ruhs hinterließ durch die Erzählung über persönlich erlebte Begebenheiten mit den Patienten bewegende Eindrücke ihrer Arbeit im Palliativ- und Hospizbereich. Sich derart mit dem Thema Sterben und Tod auseinanderzusetzen sorgte bei vielen Schülern für eine tiefe, aber zumeist positive Nachdenklichkeit.

Nach einer abschließenden Befindlichkeitsrunde verabschiedeten sich Dr. Louen und Schwester Regina Ruhs mit dem Angebot im nächsten Schuljahr der Klasse einen weiteren Besuch abzustatten.

Informationen über die Palliativstation Remagen sind zu erhalten über Tel.:02642/28379 oder bei einem persönlichen Besuch der Palliativstation des Krankenhauses Maria Stern , Am Anger 1, in Remagen.

Informationen über den Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V. unter Postfach 100518 in 53443 Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Spenden sind jederzeit willkommen

Förderverein Krankenhaus Maria Stern e.V. Remagen,
Volksbank Rhein/Ahr, BLZ: 57761591, Konto-Nr.: 201291000, Kennwort: „Palliativstation“

Hospiz-Verein Rhein-Ahr e.V.,
Volksbank Mittelrhein, BLZ 570 900 00, Kto.-Nr.: 3 696 600

Kreissparkasse Ahrweiler, BLZ 577 513 10, Kto.-Nr.: 512 129

Volksbank RheinAhrEifel eG, BLZ 577 615 91, Kto.-Nr.: 102 615 700

Udo Clever, Schüler der Klasse Berufsschulklasse Falt04 für den BBS-Pressedienst

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